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home is, where your bett is

05/01/2013

es ist noch wach, wenn ich nach hause komme und wenn ich den abend im verrauchten tristeza verbracht habe, darf ich mich trotzdem ohne dusche und t-shirtwechsel reinlegen. auch wenn es nicht riesig ist (1,20m x 2m) so hat es ein großes herz, läuft auf stelzen und hat immer zeit.

ich kann mich drunter verstecken, ohne mich bücken zu müssen und oben rauf krabbeln und die vorbeifahrende u1 beobachten – wenn es dunkel ist und die menschen nach hause kommen oder zur arbeit fahren und ich liege da und bin froh, dass ich nicht mehr raus muss – oder noch nicht! es kann nicht verhindern, dass ich auch auf das gelbe m des verlorenen essens starren muss, aber es macht es leichter – und für alles andere gibt es vorhänge!

unten kann ich schlagzeug spielen und oben dem plattenspieler beim rundendrehen zu schaun. von der decke diskokugelt mich die zentrale an und meine rankenpflanze überlebt auch mal nen absturz! und wenn ich mich schlafen lege, lacht mich mein bff hugh an und er ist auch noch da, wenn ich aufwach.

wenn ich besuch habe, wird es kuschelig da oben, aber wer kuschelt nicht gerne? und wer lernt auf schmalen grad zusammen zukleben, kann es erst recht in breiten graden!

1000 und eine nacht
ich hab mein bett noch nie gemacht
denn es ist auch so perfekt!

thanks, bro!

was wolverine und hodenkrebs gemeinsam haben

15/11/2012

„hätt ich chemo bekommen, dann hätten sie mir platin durch die adern gejagt.“ meinte ich vor knapp einem jahr am küchentisch, als wir uns eigentlich über silber in wasser und hautcremes unterhalten haben. „das wär ja son bißchen wie bei wolverine“ wurde mir entgegnet, was ich mit einem „bei mir heilts nur nicht alles wieder so schnell“ kommentierte.

du so: „wolverine? und warum chemo?“

naja, ich mach da eigentlich kein so geheimnis draus, aber is jetzt auch nicht immer das thema, was man bei einer runde bier so locker nebenbei erwähnt:

„das konzert von the notwist war ja echt der hammer! ich steh so derbe auf die, vor allem bin ich immer live total begeistert! und ich habe übrigens krebs.“

kommt komisch, oder? fakt ist aber, ich hatte krebs, bzw. habe es immer noch, denn sie haben mit zwar den hodentumor entfernt, aber geheilt bin ich offiziell erst nach 5 jahren.

als ich als 10jähriger in hamburg auf gymnasium eingeschult wurde, wurde ich vorher vom einem arzt des gesundheitsamt untersucht und abschließend, nach horchen, fühlen und messen, tastete er mir die hoden ab um nachzusehen, ob beide an der richtigen stelle sind. damals war das ein skandal für mich! ich hab mich tierisch darüber aufgeregt – denn als ob ich nicht selber wüßte, ob meine „hoden“ da sind. schließlich befassen sich 10jährige schon mit ihren hoden.

diesmal kann ich froh sein, dass mein urologe, denn ich wegen einer lappalie aufsuchte, es für sinnvoll hielt, mich – da ich ja schon mal da sei – untenherum abzutasten und dann um auf nummer sicher zu gehen, gleich auch ein ultraschall zu machen. und da war es dann im wahrsten sinne schwarz auf weiß zusehen. um es in anlehnung an die worte von martin luther king zu sagen: “ i have a tumor“.

is das nen schock? ja! ich rauche, ich trinke, ich hatte schon ungeschützten sex und ich hab mal nen bungee-jump gemacht – aber hodenkrebs? damit hab ich nie und nimmer gerechnet. aber erst als ich es selber dann hatte, ist mir – abgesehen von einem fall – bewusst geworden, wie oft es in meinem erweiterten bekanntenkreis schon thema war: ein entfernter verwandter, ein schulkamarad von meinem chef, ein ehemaliger mitschüler, der bruder des ex-freundes von einem one-night-stand etc. usw. fragt mal in eurem bekanntenkreis, ich wette ihr kennt auch wen.

mein urologe rief sofort im krankenhaus an und meine op wurde auf genau eine woche später angesetzt.

er so: „den hoden wird man ihnen wohl rausnehmen“

ich so: „ich glaub, damit kann ich leben.“ (wirklich!)

also, um genau zu sein, ich will vor allem leben!

zeugungsfähigkeit war dann auch kurz thema, aber ehrlich gesagt, dass war in anbetracht so einer nachricht, viel zu abstrakt für mich: hallo – sie erzählen mir gerade, ich habe krebs und da soll ich mir gedanken darüber machen, ob ich irgendwann mal kinder will?? ich, der nich ma ne beziehung hat. na gut, vielleicht ist es nich so dumm, wenigstens mal darüber nachzudenken, aber eigentlich ist unsere welt doch eh überbevölkert und welchen anreiz sollte ich habe, weiter dazu beizutragen. aber thema wäre das eigentlich auch nur gewesen, wenn ich ne chemo bekommen hätte und – wie der erste satz dieses artikels ja gleich klarstellt, steht die chemo im konjungtiv.

denn ich habe glück gehabt, dass der tumor klein und ein seminom (gut!) war, keine marker/markierung des tumors im blut gefunden wurden und metastasen sich (bisher) auch nicht blicken ließen. das das teil bösartig sein würde, war im vorfeld schon mehr oder weniger klar, denn hodentumore sind in der regel zu 98% bösartig. dennoch kann ich sagen: „bisher bin ich mit einem blauen auge und einem hoden weniger aus der sache rausgekommen“.

du so: „wieso bisher?“

naja, wie schon erwähnt, 5 jahre wird es dauern, bis ich offiziel als geheilt gelte. die ersten zwei jahre laufe ich alle drei monate zum urlogen zur nachsorge (inkl. computertomographie oder magnetresonanztomographie), danach nur noch so alle halbe jahr.und nach 5 jahren kann ich dann über den krebs im präteritum reden.

du so nochmal: „wie gehts dir denn so damit?“

mir geht es gut. (menschen, denen ich das erzähle, sind meistens immer sehr bestürzt, weswegen ich immer sofort sage: ist ja alles gut gegangen – stimmt ja auch soweit.) manchmal erscheint es mir absurd, dass hodenkrebs thema in meinem leben ist: denn jetzt, ein jahr nach der op, denk ich nur selten dran. das regelmäßig zur nachsorge gehen stresst mich weniger. ein bekannter von mir hat einen sehr interessanten erfahrungsbericht dazu geschrieben und sagt, die zeit vor den nachsorgeterminen – vor allem die wochenenden davor – sein der absolute horror gewesen…ich kann das für mich nicht behaupten, aber ihn hats auch deutlich schlimmer getroffen als mich.

aber ich habs so viel tolle sachen im letzten jahr erleben dürfen:

  1. eine sensationelle wg-party mit meiner lieblings-wg und meinen lieblingsfreunden (und ca. 100 lieblings-menschen, die ich noch nie in meinem leben vorher gesehen habe)
  2. ich spiel seit nem knappen jahr in einer super coolen punk band und wir lassen die toten hosen sowas von alt aussehen (ok, erstens nicht schwer und zweitens sind die alt)
  3. ich war auf der glitrigsten hochzeit, die kansas city je erleben durfte und hatte nen picknick am grand canyon avec les grandes madames
  4. mit meiner mitbewohnerin auf der fusion im gras gelegen und der kleingeldprinzessin zugehört
  5. ich hab mit meiner mutter eine hecke gepflanzt und meinen bruder für soja-fleisch begeistern können
  6. mit den bemmann 5 die hochzeitscharts zerstört
  7. mit der ersatzband & band das abschiedskonzert des jahrhunderts gespielt

– wenn letztes jahr was schief gegangen wäre, hätte ich das alles verpasst!

hab ich aber nicht und jetzt aber sind es nur noch 4 jahre, bis ich sagen darf: so long and thanks for das blaue auge!

p.s.: da hodenkrebs relativ selten vorkommt und dementsprechend nicht alle ärzte die nötige erfahrung damit haben können, lohnt es sich ggf. bei bedarf bei zweitmeinung hodentumor vorbeizuschaun. ich fand die seite sehr hilfreich, auch wenn ich sie nicht in anspruch nehmen musste.

p.p.s.: danke für nudeln mit spinat, lustige taschebücher, hugh grant t-shirts, skandinavische krimis, cranberries, besuche, rauchen vorm urban-krankenhaus, gefühlte zwölf millionen sms, abholen und was ich auch vergessen habe – ihr, dir ihr händchen gehalten habt vergess ich nie!

ein interview mit guten fragen

14/08/2012

anschließend an den herrn ministerpräsidenten mcallister veröffentliche ich nun auch in interview von und mit mir. ihr dürft das gerne drucken:

frage: herr münscher, machen sie urlaub?
antw.: nein, ich bleibe den sommer über in berlin! „balkonien“ – sie verstehen? (lacht)

frage: herr münscher, bevorzugen sie von den supermarkt-discountern lidl oder aldi?
antw.: lidl ist gleich bei mir um die ecke, aber aldi hat in meinen augen das bessere sortiment.

frage: glauben sie, dass ministerpräsident mcallister nichts davon wusste, als sein pressechef die interviews mit selbstgestellten fragen an regionale zeitungen verschickte? das sagt zumindest sein pressesprecher.
antw.: ich bin mir sicher, dass herr mcallister – hätte er davon gewusst – dies niemals gestattet hätte. wie sein amtsvorgänger herr bundespräsident a.D. wulff hat er den ruf, immer ehrlich, direkt und offen auf fragen zu antworten und transparenz vorzuleben!

frage: mögen sie grießklöschen-suppe?
antw.: ohne wurst? (nicken vom lokaljournalisten) dann ja!

10 jahre abitur und trotzdem viele fragen

24/12/2009

vor kurzem wurde ich via web 2.0 plattform von einem profil, das den namen meiner schule mit zusatz „abitur 2000“ trug, dran erinnert, dass ich 2010 bereits seit 10 jahren mit der schule fertig bin und dass dies anlass sei, sich doch wieder einmal zu treffen und gemeinsam zu feiern.

hm…ist das wirklich ein anlass?

wir waren ein ziemlich großer jahrgang – fast 200 leute – und die gesichter waren zwar insgesamt familiär, aber kennen tat ich eigentlich eher nur einen kleinen kreis ausgewählter personen, die sich tendenziell nicht unbedingt, aber irgendwie schon als freunde bezeichneten. nur um noch einmal zu verdeutlichen, wie umfangreich dieser jahrgang war: es gab leute, die mit mir ihr abiturzeugnis ausgehändigt bekamen, von denen ich mir sicher war, sie nie zuvor als schüler und schülerinnen meines jahrgangs wahrgenommen, bzw. überhaupt unsicher war, diese je auf der schule gesehen zu haben.
so, angenommen, ich gehe nun zu dem gemeinsamen treffen, wie läuft das dann ab? was macht man da, abgesehen davon, dass man sich furchtbar betrinkt – vielleicht nicht die schwangeren und die, die kinder haben, wobei letztere erst recht, weil sie ja quasi einen tag frei haben und die kinder bei den großeltern abgesetzt haben, frei nach dem motto: „dann können wir ja auch mal wieder was trinken und xy weckt uns nicht bereits um 6:30 und hat hunger“. über was wird denn auf solchen veranstaltungen geredet?

ein freund von mir hatte dieses brimborium bereits dieses jahr und – er promoviert in deutsch und geschichte – um zu vermeiden, den leuten genau erklären zu müssen, was er macht, einfach immer gesagt hat, er sei noch student, was dann auf zurückhaltende reaktionen stieß, denn es erschien etwas seltsam, dass es sich jemand in unserer leistungsgesellschaft leisten könne, 10 jahre nach abschluß der hochschulreife noch an der hochschule zu verweilen. (ich finde solche menschen ja grundsympathisch!)

daraus schließe ich, dass zunächst im vordergrund die frage steht:
„und? was machst du so?“
„mhh, ja, ich wohne in berlin.“
„echt, berlin, voll cool. wo denn da?“
„kreuzberg“
„ah echt! ein freund von mir wohnt im prenzlauer berg. ist voll nett da mit all den cafés und boutiquen“
„mhh…“
„ja und was machst du jetzt beruflich?“

und da gehts los: student bin ich nicht mehr, ich arbeite ja bereits. aber habe ich lust, den leuten zu erklären, was ich mache? menschen die ich zum großteil seit 10 jahren nicht mehr gesehen habe und mit denen ich damals mir nicht viel zu sagen hatte, außer vielleicht: und, was hast du für leistungskurse?“ menschen, denen ich zutraue, dass sie zum großteil irgendwas mit marketing, bwl, bank oder werbung machen und das wort gemeinnützig nur aus dem fernsehen kennen, nämlich, wenn rtl zur großen spendengala des jahres aufruft, vermeintliche „stars“ sich zu peinlichen playback auftritten bewegen lassen und bei champagner darauf anstossen, dass die deutschen ja so großzügige spender sein, die trotzdem das meiste geld am ende des jahres für nutzlose, nicht wieder zu verwertende silvesterknaller verwenden.

dann vielleicht doch besser sagen: „ich studiere noch“, wobei dass unweigerlich die frage nach sich ziehen wird:
„und was?“

nächste zwickmühle, denn was antworte ich jetzt?
wäre ich ehrlich – also im rahmen der gegeben ehrlichkeit, eigentlich bin ich ja kein student mehr – und ich würde mein studium, das abgeschlossen ist, aber jetzt gerade doch wieder aktuell, angeben – neuere und neueste geschichte, amerikanistik und soziologie – würde das zu weiteren unweigerlichen fragen führen, z.B.
1. und was macht man damit?
2. du wirst also lehrer
3. wenn du kein lehrer wirst, was macht man denn dann damit?

argh, habe ich lust darauf zu antworten? nein, sicher nicht! also studiere ich Maschinenbau oder informatik.

dann ist das gespräch aber noch nicht vorbei und wie es in so einer gesprächssituation erwartet wird – auch wenn ich keine chance hatte, sie zu vermeiden -, stelle ich ebenfalls all diese fragen und gebe ich mich dabei interessiert, obwohl mir die person und ihr fiat uno schon zu schulzeiten ein grauß war.
also frage ich:
„ja und du so? was geht bei dir?

irgendwo zwischen dem wortschwall „bwl-studium“, „studium in england“, „marketing bei coka-cola“, „yoga“ und „kiffen tu ich nicht mehr“ schalte ich ab und frage mich, ob es unhöflich wäre, jetzt ihn/sie zu unterbrechen und mich mit dem kommentar: „soll ich uns noch was zu trinken holen“ schnellstmöglich aus dem staub zu machen, um mir dann mit dem getränkeholen möglichst viel, viel zeit zu lassen, so dass mein/meine ex-gegenüber bereits in ein gespräch über „was machst du so“ mit jemand anderem verwickelt ist, der dies vielleicht eher zu schätzen weiß.

ich drücke ihm/ihr dann sein vodka-red bull in die hand (die kinder sind ja bei oma, da kann man ja wieder mal einen trinken, du verstehst) und entschuldige mich auf die toilette. sag ich zumindest, aber suche dann doch die alten homis, mit denen, da der kontakt nie ganz abgebrochen ist und man in regelmäßigen abständen erfahren hat, was der derjenige/diejenige so treibt, eigentlich ganz entspannt reden kann und sich die gruppe reletaiv schnell einig ist, dass diese veranstaltung eigentlich nur bekifft zu ertragen ist.
„gut, wer hat was dabei?“

p.s. die einladung zur veranstaltung erwähnt auch, dass man gerne seinen Partner/ seine Partnerin mitbringen darf. alleine zu erscheinen, stigmatisiert einen somit sowieso als loser…ich meine als einsamen loser…ich glaub, ich bleib zu hause!

zonen-gaby heißt nicht gaby und kommt auch nicht aus der zone

16/10/2009

zonen-gaby
unglaublich!

foddo und film in lüneburch, wa eckardt?

06/10/2009

in lüneburch – wie wir norddeutschen sagen – ist gerade son herr mit zwei kameras unterwegs. der photographiert und filmt dabei…krass,nich? aber det geit! un zwar so. an der kamera (photo) is noch ne kamera (film) drangetüttelt und die sendet live und direkt ohne mic in der hand…nur eckardt musste man wieder mal alles erklären…

eckardt so: äh aha, da läuft jetzt einer durch das kaff lüneburch und macht foddos und filme…ja und? da gibts doch gar nix zu sehen…

ich so: richtich! normalerweise! aber, gerade geht da einiges, nähmlich artotale, das is so streetart, weste. na auf jeden fall läuft er duch die stadt und bewundert die streetart-künstler beim malen und zeichnen mit farbe aus der dose.

eckardt so: ne, aber is das nich illegal, das malen mit farbe aus der dose!

ich so: nee nee, is doch nen offizieller rahmen, also alles ganz legal

eckardt so: dufte, da schau ich mal online vorbei, denn physisch setz ich keinen schritt mehr in das kaff…

ich so: auch gut!

…die freiheit nehm ich mir

05/10/2009

ich freue mich immer, wenn andere menschen um mich besorgt sind!
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